Abwasser & Fäkalien
Abwasser und Fäkalien sicher entsorgen
Wenn Sanitäranlagen unterhalb der Rückstauebene liegen — etwa im Keller — kann Abwasser nicht allein durch Gefälle in die Kanalisation fließen. Hier brauchen Sie Pumpen oder Hebeanlagen, die Abwasser und Fäkalien zuverlässig nach oben fördern. Das betrifft Toiletten, Duschen, Waschmaschinen und Küchen in Untergeschossen.
Welche Lösung passt?
🔹 Fäkalienhebeanlage
Für WC-Anschluss im Keller. Zerkleinert und pumpt fäkalienhaltiges Abwasser in die Kanalisation. Normgerecht nach DIN EN 12050.
🔹 Abwasserpumpe
Tauchpumpe für Abwasser mit Feststoffen. Ideal für Pumpschächte, Sammelgruben oder temporäre Abwasserentsorgung.
🔹 Schneidrad-Pumpe
Für fäkalienhaltiges Abwasser mit Faserstoffen. Das Schneidwerk verhindert Verstopfung bei Hygieneartikeln oder Textilien.
Worauf sollten Sie achten?
| Kriterium | Empfehlung |
|---|---|
| Fäkalien (WC) | Fäkalienhebeanlage oder Schneidrad-Pumpe zwingend erforderlich |
| Nur Grauwasser (Dusche, Waschmaschine) | Schmutzwasserhebeanlage reicht aus |
| Rückstausicherung | Hebeanlage mit Rückstauklappe nach DIN EN 12050 wählen |
| Förderhöhe | Abstand zur Kanalisation messen — typisch 4–10 m |
| Geruchsverschluss | Geschlossene Systeme verhindern Geruchsbelästigung |
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Häufige Fragen
Brauche ich für eine Kellertoilette immer eine Hebeanlage?
Ja, wenn die Toilette unterhalb der Rückstauebene liegt. Ohne Hebeanlage kann Abwasser bei Rückstau in der Kanalisation zurückfließen.
Was ist der Unterschied zwischen Fäkalien- und Schmutzwasserhebeanlage?
Fäkalienhebeanlagen haben ein Schneidwerk und sind für WC-Abwasser zugelassen. Schmutzwasserhebeanlagen dürfen nur fäkalienfreies Abwasser (Dusche, Waschbecken) fördern.
Wie laut ist eine Hebeanlage?
Moderne Hebeanlagen arbeiten im Betrieb bei etwa 35–45 dB. Kompaktanlagen für einzelne WCs sind oft kaum hörbar.
Unsicher bei der Auswahl? Wir helfen Ihnen, die richtige Lösung für Ihre Abwassersituation zu finden.